OMEGA 2+

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Der OMEGA 2+ ist ein SingleBoard IoT Computer des CrowdFounding Unternehmens https://Onion.io. Er ist ein kleiner LINUX-Rechner der durchaus mit dem Raspberry Pi ZERO WH vergleichbar ist, jedoch auf HDMI und ähnliches verzichtet, da er via SSH bedient werden kann.

Gestern ist mein Paket mit dem OMEGA2+ angekommen. Ich habe dessen Ankunft schon seit Tagen entgegen gefiebert - jetzt ist er da. Für den Start soll es die Unit selbst sein, ohne jedwede Erweiterung - ich wollte "das Ding erstmal anchecken" bevor ich in weitere Hardware investiere.

Ich habe das kleine Pappschächtelchen ausgepackt und da purzelte bereits der kleine Prozessor heraus. Ein wenig habe ich ihn in der Hand hin und her gedreht und betrachtet wie sich die Sonnenstrahlen spielerisch auf der Metalloberfläche tanzten... genug der Romantik, denn das Motto auf der kleinen Papschachtel lautet: getstarted.

(P)inkompatibel

Kein Rastermaß - Adapter sind erforderlich

Also nichts wie ab an den Schreibtisch und die kleine CPU in gang setzen. Neben einer Tasse heißen Kaffees habe ich mein Breadbord und ein paar Verbindungskabel harausgekramt und bereit gelegt. Doch die Überraschung war groß als ich feststellen musste, das der OMEGA2+ überhaupt keinem Rastermaß unterliegt. Nach einigen Minuten der Verwirrung, musste ich mir eingestehen, der OMEGA2 passt nicht auf ein genormtes Breadbord - das war wirklich extrem ärgerlich!!!

Für mich vollkommen unverständlich warum ein Unternehmen ein Produkt auf den Markt wirft, das nicht in der Lage ist Kompatibilität mit international üblicher Hardware herzustellen? Ich frage mich schon die ganze Zeit, wie soll ich den OMEGA2 irgendwo einbauen, denn keine Lochrasterplatte passt für diesen IoT-Computer...

egal... weiter gehts...

Mir war klar, das der OMEGA2 mit 3,3V zu betreiben ist, daher habe ich mein bewährtes ARDUINO UNO Board aufgefahren und die 3,3V nebst Masse abgezapft. Ich habe die Verbindungskabel versucht auf die Pins des OMEGA2 zu stecken, doch die hielten nicht. Das war die nächste ärgerliche Überraschung. Die Stifte der Stiftleisten des kleinen Boards sind extrem dünn, sodass die üblichen Jumperkabel nicht halten wollen. Nun gut, ich habe kurzer Hand etwas dazwischengeklemmt damit diese nicht während des Betriebes herunter rutschen.

Power on...

Getstarted

Ausgezeichnete (engl.)Dokumentation die kaum Fragen offen lässt

Da die LED schon ein paar Sekunden vor sich hin werkelt, setze ich mich daran die Dokumentation des Projektes zu sichten. Ich bin überrascht... viel... wirklich sehr viele gute und recihlich bebilderte Beiträge, zudem sind die Themen sehr sinnvoll gegliedert. Es war daher nicht verwunderlich, das ich das Setup mühelos gemeistert habe und der OMEGA2 bereits nach wenigen Minuten einsatzbereit war.

Das Web-Backend, über den der OMEGA2 bedient wird, ist easy to use. Sinnvolle Komponenten intelligent angeordnet haben dazu geführt, das ich eine angeschlossene LED in Null-Komma-Nix zum flackern gebracht habe. Einfach klasse. Dennoch bin ich nicht der Verfechter von bunten Oberflächen, also den Putty (Telnet) engeworfen und den kleinen LINUX-Rechner via Komandozeile inzpiziert.

geht weiter...

Fazit

Ein Genius hat sich den OMEGA2 erdacht... Aber das Marketing hat gewonnen...

Der OMEGA2 beherbergt aus meiner Sicht ein vollkommen geniales Software-Design. Die Unit ist sehr schnell einsatzbereit und die GPIO kann sogar ohne eine Zeile Code geschrieben zu haben mit dem Smartphone ferngesteuert werden - das ist genial! Onions Konzept des Admin-Backends ist gut durchdacht und die Möglichkeit APPs auf den OMEGA2 laden zu können verspricht einiges an neuen Funktionen und bietet reichlich Potential.

Die Leistungsdaten (Stromaufnahme) bewegen sich auf Augenhöhe mit dem Raspberry Pi ZERO WH (der aus meiner persönlichen Sicht immer noch der genialste Minirechner ist). Das lässt auf langen Batteriebetrieb hoffen und eröffnet ein mobileres Projektfeld als dies beispielseise mit dem Pi 3 der Fall wäre. Auch die Takfrequenz der CPU bewegt sich in etwa auf gleichem Niveau mit dem Raspberry ZERO, auch wenn sich die Hersteller aktuell bezüglich ihrer Taktraten laufend überbieten, so sollte man bedenken, es handelt sich um ein IoT Gerät und nicht um einen Gaming-PC!

Wenn da... ja wenn da nicht die Inkompatibilität der Hardware wäre - das ärgert mich wirklich extrem! Der OMEGA2 ist ein Paradebeispiel dafür was passiert wenn das Marketing gewinnt. Die Folge... Ich kann den OMEGA2 nur schwer in Projekte integrieren ohne zusätzliche Adapter verwenden zu müssen, denn die Stiftleisten entsprechen nicht dem üblichen Rastermaß für elektronische Schaltungen. Zusätzliche Adapter bedeuten auch zwangsläufig mehr Platz und mehr kostbarer Hardwareplatz macht leider den Gedanken der Miniaturisierung, die der OMEGA2 excellent beherrscht, zu nichte. Aus Sicht des Marketings sicher toll, denn die Anwender müssten weitere Hardware kaufen, doch die Realität ist anders. Der Markt bietet viele solcher IoT-Geräte an und da fällt die Wahl beim nächsten Projekt eben auf einen anderen Hersteller - Sorry.

Würde Onion dieses Manko beheben, dann würde der OMEGA2 jedwede Konkurenz mit Leichtigkeit vom Markt fegen. Der OMEGA2 könnte damit zu einem ganz ähnlichen Kultgerät werden wie es der ESP8266 und aktuell der ESP32 von Espressif ist - im ernst!

Da mein Power Dock 2 aktuell noch unterwegs zu mir ist, möchte ich es mit diesem ersten Review belassen, denn ohne Extension-Board kann ich den OMEGA2 nur schwer testen... Daher geht der Artikel in den kommenden Tagen weiter.

Oliver Lohse   •  3.Jan.2020

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So bootet der ESP32


Damit Ihre Programme auf dem ESP32 automatisch starten, sollten Sie das Schema kennen nachdem der Controller bei der Abarbeitung des Bootprozesses vorgeht.

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Der OMEGA2 kann über ein bereits installiertes Kommandozeilentool die GPIO steuern und so eine angeschlossene LED ein- oder ausschalten. Dafür benötigen Sie nur wenige Zeilen auf der Kommandozeile. Dieser Beirag zeigt Ihnen wie einfach das ist.


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